- 09. Februar 2018 -

Tagesgedanken vom 09.02.2018

Als ich zum ersten Mal wieder krank war…

…und das wahrlich seit gefühlten Ewigkeiten,

merkte ich,

wie viel wir damit beschäftigt sind, Krankheit von uns zu schieben, unsere Abwehrkräfte zu stärken und damit unsere innere Kampfbereitschaft, überhaupt stark zu sein, anstatt unsere Liebensbereitschaft zu erhöhen, und den Körper in seinem Zustand von Harmonie und Gleichgewicht aufrecht zu halten.

Wir schienen zu  glauben, zum Erhalt der Gesundheit sei es von Vorteil, uns durch vermeintlich glücksbringende Versprechungen diverser Packungsbeilagen  hindurch zu futtern, anstatt auf die natürliche Heilkraft unserer Pflanzen und Nahrungsmittel zu vertrauen, die wir seit alters her oftmals direkt vor unserer Nase ernten oder zumindest käuflich erwerben können.

Anstatt sich die in diesem Fall erforderliche Auszeit zu gönnen, schien es up to Date, schnellstmöglich wieder fit und äußerlich unversehrt am Arbeitsplatz oder häuslichen Herd zu erscheinen – frei nach dem Motto „Krone auf und bloß nichts anmerken lassen!“

Gleichzeitig wurden Worte laut wie, „wenn Du dies oder jenes nicht nimmst, kann es langfristig zu schweren Herzproblemen führen“ – eine durchaus erklärbare Geschichte, denn wenn ich mir selbst zu wenig Wert und Achtung zolle, sprich Selbstliebe, erwischt es möglicherweise eines Tages mein Herz, da es doch für genau diese Symptome an erster Stelle steht! Ja und wenn ich mich konstant weigere, kann ich natürlich auch „abkratzen“, wie mir an dieser Stelle- ich weiß, es war fürsorglich gemeint – überaus glaubhaft zu vermitteln versucht wurde.
Mit Verlaub, Angst bringt einen Menschen eher ins Grab , als alles Andere!

Ich merkte auch, wie wichtig Wasser in unserem Leben ist und von welch großer Brisanz das tägliche, bei Fieber sogar Einverleiben mehrerer Liter desselben, sein kann. Denn ohne würden wir schier zusammen brechen, unser Organismus kollabieren, anstatt zu kollaborieren, was im Grunde seine Aufgabe ist.

Ich merkte die Wichtigkeit von Schlaf als Heilmittel, das den Körper schlicht in der Ruhe regeneriert, sogar ohne unser großes, oftmals enthusiastisches, Zutun.

Ich merkte, wie gut einfache leichte, Nahrungsmittel , wohl gewürzt, in Maßen genossen, dem Körper taten, anstelle von sonst oftmals üppigen Festmahlzeiten, die den Organismus belasten und manchmal glatt zu viel und maßlos waren. - Ok, ich gebe zu, Genuss kann natürlich auch schön sein J

Und ich merkte, wie wichtig Wärme war und das große Glück, ein warmes, wohliges und behagliches Zuhause sein Eigen nennen zu dürfen.

Das größte Geschenk ist ,die Liebe zu sich selbst zu spüren, die Freunde und Menschen, die zur Seite stehen und durch kleine liebe Gesten das Gefühl vermitteln, dass sie da sind, wenn Frau sie brauchte.

Es war auch das Annehmen, anstatt kämpfen müssen, was Heilung überhaupt erst möglich machte, den Körper als Freund zu betrachten und den rechten Moment abzupassen, wann es an der Zeit war, wieder in die Welt zu treten und zu sagen „ hier bin ich Welt, erholt, gestärkt, reich an neuen Erfahrungen und Erkenntnissen und ich lebe, bin dankbar und glücklich für den Moment, für alles, was ist und alles, was noch sein darf!“

 

Heillung geschieht aus unserer Mitte - dann, wenn wir bereit sind, sie anzunehmen.

 

©Isabelle Hassan, diandra-circle.com

 

 

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